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warum nachträglich vertonen ?

Das Nachvertonen ist in der kommerziellen Filmindustrie auch gegenwärtig üblich, da der im Studio hergestellte Ton dem Live-Ton weit überlegen ist, denn im Studio sind die Möglichkeiten den Tongestaltung wesentlich umfangreicher als am Drehort. Ein weiterer wichtige Aspekt ist die menschliche Hörgewohnheit, die beim Betrachten von Filmen einen Vergleich des aktuellen Filmes mit anderen, früher gesehenen Filmen anstellt: Hören wir Live Ton, so denken wir an eine Reportage oder einen Dokumentarfilm. Hören wir Musik, dann denken wir (unbewusst) entweder an Musikvideos oder an Kinofilme. Das Betrachten eines tonlosen Schmalfilmes wird also kaum über den Anspruch des Heimkinos hinauskommen können. Wird dieser Film jedoch (ohne Projektionsgeräusche) auf DVD und mit passender Musik überspielt, so entsteht ein völlig neuer Gesamteindruck. Da die moderne Filmüberspieltechnik  eine relativ hohe Bildauflösung auf dem Fernsehmonitor ermöglicht, liegt nunmehr ein recht langlebiges und "lebendiges" (privates) Stück Geschichte vor. Da jedoch Schmalfilmmusik nicht den Aufwand einer Orchestereinspielung rechtfertigt, schien uns die mehrspurige Lifeproduktion eingängiger und instrumental betonter Musikstücke das passende Medium für diesen Zweck zu sein. Moderne Videoschnittprogramme gestatten es, WAVE- Dateien als zusätzliche Audiospur in das Schnittfenster zu importieren. Da die Hauptaudiospur bei Stummfilmüberspielungen nur eine leere Datei ist, kann der zusätzlich eingefügte Ton als Hauptspur benutzt werden. Wenn Sie vorhaben sollten, Ihre Überspielung selbst nachzuvertonen, so sollten Sie neben einer DVD auch eine Mini- DV- Kopie oder AVI- Datei anfertigen lassen, da DVD- Dateien keine direkte Nachvertonung zulassen, ohne zeitaufwändige computerinterne Umrechnungen zu durchlaufen.n.

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