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Die Klangdynamik von Tonbändern und Schallplatten

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Magnettonbänder und Schallplatten besitzen eine geringere Dynamik als digitale Aufnahmen und CD´s. Je nach Herstellerqualität erzielten analoge Medien für den "Heimgebrauch" einen Dynamikumfang zwischen 40 und 60 dB. Hochwertige Studiobandgeräte übertreffen jedoch noch heute jede CD Aufnahme. Das Problem der Tonbänder und Kassetten war das relativ hohe Grundrauschen. Das Problem der Schallplatten war ihre mechanische Sensibilität gegenüber Kratzern oder Verformung. Rauschunterdrückungssysteme für Tonbänder und Schallplatten setzten sich letztendlich nicht in allen Bereichen durch, da sie auch den Klang dynamisch beeinflussten. Viele alte Aufnahmen wurden inzwischen auf CD´s remastert. Dabei wurden die ursprünglichen Aufnahmen in ihrer Dynamik expandiert. Im Ergebnis entstanden neue Aufnahmen ohne Rauschen, jedoch mit einem dem Zeitgeist angepassten Klang, der nichts mehr mit dem Original zu tun hatte. Das einzige derzeit existierende Medium, welches einen ähnlichen Klang wie analoge Aufnahmen liefert ist das Radio. Jedoch ist der tatsächliche Klanganteil heutiger Rundfunkaufnahmen nicht mehr für hochwertige Mitschnitte geeignet, da die Bandbreite mit Zunahme der Senderanzahl eingeschränkt wurde. Die Industrie reagierte in den letzten Jahren auf das Problem des relativ "flachen" Sounds digitaler Medien durch den Einbau von Dynamikprozessoren in Audio- und DVD- Geräte. Letztendlich funktionieren diese Prozessoren ähnlich wie Dynamikkompressoren, kehren also im Prinzip das Klangverhalten mit enormem technischen Aufwand dorthin zurück, wo vor 30 Jahren das Magnetband und die Schallplatte ohne Zusatzaufwand ein beeindruckendes Musikerlebnis lieferte. Diese Veränderungen vollziehen sich über viele Jahre und über Generationen von Musikliebhabern und bleiben von den meisten Menschen unbemerkt. Es entscheidet jedoch immer der Endkunde, was persönlich angenommen wird. Wir sind mit analogen Medien aufgewachsen und möchten mit unseren Überspielungen Liebhabern originaler Klänge (bei Filmüberspielungen besser als Leinwandqualität) die Möglichkeit geben, ältere Aufnahmen ohne Digitalbearbeitung, aber in hoher Qualität überspielen zu lassen. Neben vielen Argumenten, die für die digitale Dynamikbearbeitung alter Aufnahmen sprechen, erleben wir zunehmend, dass im Privatbereich bei der Erhaltung von Aufnahmen, die mit persönlichen Emotionen verbunden sind, nur Interesse am Erhalt in Originalqualität besteht. Die CD-Überspielung und die DVD oder Mini-DV vom Schmalfilm bieten ohnehin jedem Interessierten die Möglichkeit, diese mit dem eigenen Computer nach Belieben weiter zu bearbeiten. |